Helden des Quartals: Karin und Reinhard Kirsch

„In SEKEM haben wir ganz stark gespürt: Sie nehmen sich sehr viel vor – und sie schaffen es“, erzählt Reinhard Kirsch. Gemeinsam mit seiner Frau Karin besuchte er im Frühjahr 2025 die SEKEM Initiative. Aus der Reise entstand eine tiefe Verbundenheit, die beide heute mit Vorträgen, persönlichen Begegnungen und der Unterstützung von Frauenprojekten weitertragen.

Von der Reisebegeisterung zum persönlichen Engagement

Karin und Reinhard Kirsch hatten über die Jahre immer wieder von SEKEM gehört. Nach und nach wuchs ihr Interesse an der ägyptischen Entwicklungsinitiative. Da beide gerne individuell reisen und neue Länder abseits organisierter Gruppenreisen erkunden, entstand schließlich der Wunsch, SEKEM selbst kennenzulernen.

Auf ihren Reisen beschäftigen sie besonders Fragen nach der Entwicklung der Menschheit und ihrer Kulturen: Woher kommen wir? Wie sind frühe Hochkulturen entstanden? Und was können wir heute aus ihnen lernen? Ägypten war daher ein naheliegendes Ziel. Neben den Zeugnissen der altägyptischen Kultur wollten Karin und Reinhard Kirsch aber auch das heutige Land erleben – und unbedingt die SEKEM Farm besuchen.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erleben

Der erste Kontakt entstand per E-Mail. Christine Arlt unterstützte das Ehepaar engagiert bei der Reiseplanung. Im Frühjahr 2025 war es dann so weit: Eine Woche lang erkundeten Karin und Reinhard Kirsch Kairo, besichtigten die Pyramiden und Museen und begegneten den eindrucksvollen Zeugnissen der frühen ägyptischen Hochkultur. Gleichzeitig nahmen sie auch die Not und die großen sozialen Herausforderungen des heutigen Ägyptens wahr.

Anschließend verbrachten sie eine Woche auf der SEKEM Farm. Dort wurden sie mit großer Offenheit empfangen und herzlich versorgt. Sie besuchten Schule und Kindergarten, lernten die landwirtschaftliche Arbeit, die verschiedenen Betriebe und das Krankenhaus kennen und erhielten viele Gelegenheiten, den Alltag mitzuerleben und Fragen zu stellen.

Kurzfristig ergab sich außerdem die Möglichkeit, sich einer Reisegruppe nach Wahat anzuschließen. So lernten Karin und Reinhard Kirsch auch die neue SEKEM Farm in der Westlichen Wüste kennen. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Gemeinsam mit anderen halfen sie, Bäume zu pflanzen, und konnten dadurch ganz unmittelbar an der Entwicklung dieses besonderen Ortes mitwirken.

Zum Abschluss ihrer Reise verbrachte das Ehepaar eine weitere Woche in Luxor. Dort besichtigten beide die Tempelanlagen und besuchten auch die kleine Waldorfschule vor Ort. Gerade die Verbindung der unterschiedlichen Reiseetappen beeindruckte Reinhard Kirsch nachhaltig: Innerhalb weniger Wochen hatten sie die Hochkultur der Vergangenheit, die schwierige Gegenwart und mit SEKEM zugleich den Impuls für eine zukünftige Kultur erlebt.

Große Bewunderung für die Frauenarbeit

Karin Kirsch war besonders von Nana Woo beeindruckt, die ein Entwicklungsprogramm für Frauen in den umliegenden Dörfern leitet. „Ich bewundere, mit wie vielen Ideen und wie viel Tatkraft sie daran arbeitet, das Leben der Frauen zu verbessern und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Potenziale zu entfalten“, erzählt sie.

Aus der Begegnung ist ein persönlicher Kontakt entstanden, der bis heute besteht. Karin Kirsch unterstützt seither insbesondere die Frauenprojekte von SEKEM. Für sie geht es dabei nicht nur um finanzielle Hilfe, sondern auch darum, Frauen neue Möglichkeiten zu eröffnen und ihre Selbstständigkeit zu stärken.

Die Begeisterung weitertragen

Nach ihrer Rückkehr wollten Karin und Reinhard Kirsch ihre Erlebnisse nicht für sich behalten. Sie berichten in Deutschland von SEKEM und versuchen, weitere Menschen mit der Entwicklungsinitiative vertraut zu machen. Bereits vier Vorträge haben sie gehalten, unter anderem an der Waldorfschule Neuwied und in der Christengemeinschaft in Wangen im Allgäu.

Dabei erzählen sie von den Menschen, denen sie begegnet sind, von der ganzheitlichen Arbeit in SEKEM und vor allem von dem Zukunftsimpuls, den sie dort erlebt haben. Bei ihren Veranstaltungen verkaufen sie außerdem SEKEM-Produkte und spenden den Erlös für das Frauenprojekt.

Dieses Engagement möchten Karin und Reinhard Kirsch fortsetzen. Ihre Begeisterung soll Kreise ziehen und dazu beitragen, dass noch mehr Menschen von SEKEMs Zukunftsimpuls erfahren – und sich vielleicht selbst entschließen, aktiv zu werden.